Medienmitteilung SBK vom 28. April 2026
Pflegeinitiative: Nationalrat beschliesst minimale Verbesserungen der Arbeitsbedingungen – jetzt muss Ständerat nachbessern.
Der Nationalrat hat heute die Umsetzung der Pflegeinitiative diskutiert und die Annahme des Gesetzes zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen beschlossen. Er hat sich für eine Minimalvariante ausgesprochen, die den Volkswillen nicht erfüllt. Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) ist ernüchtert und setzt jetzt auf den Ständerat, der die Arbeitsbedingungen substanziell verbessern muss.
Statt wirksamer Verbesserungen folgt der Nationalrat aber grossmehrheitlich der abgeschwächten Linie seiner Kommission. Der Personalnotstand in der Pflege bleibt bestehen. Die Massnahmen sind ungenügend, den wachsenden Bedarf an qualitativ hochstehender Pflege und somit die Versorgung für die Patientinnen und Patienten langfristig zu sichern.
Yvonne Ribi, Geschäftsführerin SBK:
«Jetzt muss der Ständerat ran. Wir fordern alle Mitglieder im Zweitrat auf, den Volkswillen zu respektieren. Dazu braucht es substanzielle Verbesserungen der Arbeitsbedingungen für die Pflege.»
Der SBK begrüsst, dass die Finanzierung der beschlossenen Massnahmen eine Mehrheit gefunden hat. Mit Vorgaben für eine bedarfsgerechte Personalausstattung durch die Kantone wurde eine weitere Kernforderung der Initiative aufgenommen.
Nach achtstündiger Debatte ist das Resultat aber insgesamt ernüchternd. Nun ist der Ständerat ist gefordert.
Kontakt:
Yvonne Ribi, Geschäftsführerin SBK, yvonne.ribi@alliance-care.ch | 079 830 48 50
Sophie Ley, Präsidentin SBK, sophie.ley@alliance-care.ch | 079 374 49 02
Medienmitteilung SBK
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