Pflegen in der Schweiz auf Niveau FAGE Modul Medizinaltechnik

Pflegen in der Schweiz auf Niveau FAGE ist ein anerkannter modularer Lehrgang des Schweizerischen Roten Kreuzes. Er bildet den theoretischen Teil für ausländische Ausbildungsabschlüsse von reglementierten, nichtuniversitären Gesundheitsberufen auf dem Weg zur SRK-Anerkennung auf Stufe Fachfrau/Fachmann Gesundheit. Wir bieten folgende Lehrgangsversionen an: Lehrgangsversion A: beinhaltet alle Module; Gesamtdauer 16Tage Lehrgangsversion B: Schwerpunkt Professionalität und Klientenzentrierung; Gesamtdauer 4 Tage Lehrgangsversion C: Schwerpunkt Medizinaltechnik; Gesamtdauer 11 ½ Tage, davon ½ Tag praktische Prüfung. Die Wahl der Lehrgangsversion richtet sich nach dem im Teilentscheid des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) geforderten Bedarf an Nachholbildung. Es sind auch Einzelmodule belegbar.

Inhalte

• Überblick Grundlagen der Konzepte Basale Stimulation und Kinästhetik
• Repetition altersassoziierte Veränderungen: Herz, Lunge, Haut, Skelett, Sinnesorgane, Hormone, etc.
• Geriatrie typische Syndrome: Demenz, Immobilität, Inkontinenz, Mangelernährung, Frailty, (Schmerzen), Polymedikation
• Geriatrische Assessmentinstrumente
• Soziale Aspekte im Alter (Verbindung zu Modul 1)
• Validation nach Richard oder Feil
• Begriffe, Nationale Strategie, Patientenverfügung, Vorsorgeauftrag, ethische, rechtliche Aspekte, spirituelle und religiöse Aspekte
• Symptommanagement: Appetitlosigkeit, Fatigue, Schmerzen, Juckreiz, Unruhe, Angst
• begleitende Pflegeinterventionen
• Zusammenarbeit mit Angehörigen
• Pathophysiologie des Diabetes Mellitus, Zeichen von Hypo- und Hyperglykämie, Therapiegrundsätze, pflegerische Interventionen: Ernährung, Körperpflege, Ausscheidungskontrolle, Bewegung
• Pathophysiologie bei kardiovaskulären Erkrankungen, Zeichen von Bluthochdruck, Schockzeichen, Therapiegrundsätze, pflegerische Interventionen: Ernährung, Flüssigkeitsbilanz, Körperpflege, Aktivitäten, Lagerungen• Vorbereiten von Klientin/Klient, Umgebung, Material und sich selbst für Blutentnahmen, Injektionen, Infusionstherapie, Verbandwechsel, Sondenernährung und andere medizinisch-technische Verrichtungen
• Die häufigsten Medikamente und Blutwerte die verabreicht/geprüft werden
• Bedienen von Infusionspumpen
• Überprüfen der Massnahmen, Überwachen der Klientin/des Klienten
• Dokumentation der Massnahmen und Beobachtungen (Dokumentationsübungen mit dem Ziel präzise zu dokumentieren)
• Zusammenhang der Infusionstherapie zur Flüssigkeitsbilanz
• Komplikationen und Gefahren bei Injektionen, Blutentnahmen, Infusionstherapie und dem Verabreichen von Sondennahrung
• Wundarten, Phasen der Wundheilung, Wundeinschätzungsinstrumente, Wunden im Zusammenhang mit Ernährung und Schmerz, Wundversorgung bei primär und sekundär heilenden Wunden. Verschiedene Materialien und entsprechende Methoden
• Techniken und Massnahmen, um Komplikationen zu vermeiden
• Desinfektion und Vorbereiten des Materials für die Sterilisation
• Hygienische Händedesinfektion, Tragen von Schutzhandschuhen und Hygiene der Berufskleidung: State of the art in der Schweiz, nosokomiale Infektionen vermeiden, Umgang mit resistenten Keimen und Massnahmen der Isolation, z.B. bei Noro-Virus
• Fachbegriffe klären

BLS Kurs:
• Ampelschema, Notfallnummern
• Thorax-Kompression, Defibrillation, Beatmung, Lagerungen, Schock, Kreislaufkollaps, Vergiftung etc.




Ziele

Die Kursteilnehmenden:
• wissen um die Konzepte «basale Stimulation» und «Kinästhetik» und haben erste Erfahrungen damit gemacht
• kennen die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Zusammenhänge in der Begleitung von Menschen im höheren Lebensalter. Sie verstehen das Konzept «Validation» und haben erste Erfahrungen darin gemacht
• kennen die Bedeutung der multiprofessionellen Zusammenarbeit im Setting der schweizerischen Altersbetreuung
• kennen die nationale Strategie der Schweiz zur Palliative Care
• kennen und verstehen die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Zusammenhänge in der Begleitung von Menschen in palliativen Pflegesituationen
• verstehen die Bedeutung der multiprofessionellen Zusammenarbeit bei der Betreuung von Menschen mit unheilbaren, fortschreitenden Erkrankungen
• kennen die Kultur der Integrationsmöglichkeiten von Angehörigen in die Pflege in der Schweiz
• kennen und verstehen die Zusammenhänge der Krankheit Diabetes, bzw. kardiovaskulären Erkrankungen mit den in ihrem Kompetenzbereich liegenden pflegerischen Interventionen: Unterstützung in den Aktivitäten des täglichen Lebens und Beobachtung der Klientinnen/Klienten
• kennen und verstehen die Präventionsmassnahmen, um Gefahren und Komplikationen zu vermeiden oder entsprechend zu handeln
• kennen und verstehen die Grundlagen der Injektionstherapie, der Infusionstherapie und der Blutentnahme; sie sind sich der Bedeutung für die Klientinnen/Klienten bewusst
• benennen Ziele, Indikationen und rechtliche Voraussetzungen, sie können Hygienemassnahmen korrekt anwenden, kennen die häufigsten Medikamentengruppen, welche mittels Injektionen/Infusionen verabreicht werden sowie die häufigsten Werte, die mittels Blutuntersuchung bestimmt werden
• kennen und verstehen die Vorbereitungsmassnahmen, die Techniken der Durchführung, und die Handlungen der Nachbereitung
• kennen und verstehen die Verabreichungsart von Sondennahrung bei bestehendem Zugang
• kennen und verstehen Präventionsmassnahmen, um Gefahren und Komplikationen zu vermeiden und können entsprechend handeln
• kennen und verstehen die Grundlagen der Wundversorgung: Bedeutung für die Klientinnen/Klienten, Ziele, Indikationen, Prinzipien der Hygiene, die häufigsten Materialien, welche genutzt werden
• kennen Prinzipien/Methoden einer Wundversorgung
• kennen die Bedeutung von Hygienerichtlinien und die wichtigsten Regeln zur Händehygiene
• kennen verschiedene Isolationssysteme und die entsprechenden Schutzmassnahmen
• können die Pflegemassnahmen fachgerecht dokumentieren und kennen die Bedeutung der Fachsprache
• kennen das Alarmierungssystem der Schweiz

Anforderungen

Die Teilnehmende/der Teilnehmende ist in der Lage:
• die Bedeutung der Konzepte «basale Stimulation» und «Kinästhetik» zu erkennen
• die Multidimensionalität in der Begleitung von Menschen im höheren Lebensalter in der Schweiz zu verstehen
• die ihrem Kompetenzbereich liegenden pflegerischen Interventionen bei Klientinnen/Klienten im höheren Lebensalter fachkompetent umzusetzen
• die schweizerische Kultur in Bezug auf die Begleitung von Menschen mit unheilbaren, fortschreitenden Erkrankungen im Gesundheitssystem zu verstehen
• die Multidimensionalität in der Palliative Care zu verstehen und Pflegeinterventionen in ihrem Kompetenzbereich fachgerecht umzusetzen
• die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Angehörigen in der Schweiz vor dem kulturellen Hintergrund zu verstehen
• für Klientinnen/Klienten mit Diabetes Mellitus Typ 1 und 2 sowie für Klientinnen/Klienten mit kardiovaskulären Erkrankungen die pflegerischen Interventionen in ihrem Kompetenzbereich fachgerecht korrekt zu übernehmen
• subkutane und intramuskuläre Injektionen sowie venöse und kapilläre Blutentnahmen korrekt vorzubereiten, durchzuführen und nachzubereiten
• den Umgang mit Infusionen bei bestehendem venösem Zugang korrekt durchzuführen und eine Flüssigkeitsbilanz zu erstellen
• Sondennahrung bei einem bestehenden Zugang zu verabreichen
• bei primär und sekundär heilenden Wunden einen Verband zu wechseln
• Hygienemassnahmen entsprechend der Situation der Klientinnen/Klienten, der Umgebung und der Verrichtung anzuwenden/durchzuführen
• Sicherheitsmassnahmen für die Klientinnen/Klienten, für sich selbst und für das weitere Umfeld durchzuführen
• die weiter oben beschriebenen pflegerischen Massnahmen korrekt zu dokumentieren
• erste Hilfe korrekt anzuwenden






Dozenten

Diverse Dozentinnen und Dozenten
Leitung: Keti Widmer, Leiterin Bildung und Vizepräsidentin Sektion ZH/GL/SH

Überblick:

Daten: 23.09.2024 09.00 -16.00
25.09.2024 09.00 -16.00
23.10.2024 09.00 -17.00
14.11.2024 09.00 -16.00
19.11.2024 09.00 -16.00
Weitere Termine folgen
Kosten: 10 Tage à 6 Stunden plus ½ Tag Kompetenznachweis (CHF 2927.-)
9.00 – 16.00 Uhr

1 Tag à 7 Stunden (CHF 250.-)
09.00 – 17.00 Uhr
Kontakt
E-Mail:
info@sbk-zh.ch
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